Zwischen Shutdown und fünf neuen Ideen gleichzeitig.

Du weißt ganz genau, wovon ich rede:
Du bist eigentlich komplett durch, aber dein Kopf beschließt plötzlich: perfekte Zeit für drei neue Businessideen, eine Küchenschrank-Umstrukturierung und den dringenden Wunsch, dein ganzes Leben neu zu planen.
Willkommen im ADHS-Overdrive.
Zwischen „ich kann nicht mehr“ und „ich starte jetzt ein neues Projekt“ liegt manchmal keine Pause. Nur ein Gehirn, das auf der Autobahn 5-spurig mit 180 km/h fährt.
Das Ding ist:
ADHS-Erschöpfung sieht oft nicht nach Erschöpfung aus.
Sondern nach:
„Ich räume jetzt spontan den Keller aus.“
„Ich fang noch schnell ein neues Projekt an.“
„Ich muss JETZT sofort alles ändern.“
Weil Stille für viele von uns nicht ruhig ist.
Sondern laut.
Und sobald kurz Ruhe reinkommt, fängt das Gehirn an, komplett frei zu drehen.
Shutdown?
Ja.
Aber gleichzeitig auch:
Overdrive.
Und genau deshalb verlieren so viele ADHS-Mamas irgendwann komplett das Gefühl dafür, wer sie eigentlich außerhalb vom Funktionieren noch sind.
Von außen wirkt’s oft wie:
unorganisiert.
sprunghaft.
chaotisch.
zu emotional.
zu viel.
nicht belastbar.
Dabei läuft innen einfach dauerhaft ein Betriebssystem auf Anschlag.
Während du versuchst:
an Geburtstage zu denken,
die Brotdosen nicht zu vergessen,
emotional verfügbar zu sein,
irgendwas mit Selbstfürsorge zu machen,
nicht komplett zu eskalieren,
und nebenbei noch herauszufinden, wer du eigentlich außerhalb vom Funktionieren überhaupt noch bist.
Die meisten von uns sind nicht erschöpft, weil wir zu wenig schaffen.
Sondern, weil wir seit Jahren versuchen, mit einem Gehirn zu funktionieren, das nicht für dieses System gebaut wurde.