Ich dachte lange, ich wäre einfach nur ständig müde

Jahrelang habe ich einfach funktioniert.

In diesem Beitrag

  • Mein Weg aus der Dauerüberreizung
  • Warum Kleidung & Kosmetik mich ausgelaugt haben
  • Was mir heute wirklich hilft
  • Warum ich Produkte heute komplett anders auswähle

Bürojob 9–5. Jeden Morgen fertig machen. „Normal“ aussehen. Eher sogar ein bisschen mehr als normal, weil ich immer dachte, ich müsste irgendwie dieses Bild erfüllen.

Foundation.
Make-up drauf.
Mascara, damit ich wach aussehe.
Schmuck drauf, damit es schön glänzt. Drei Ohrringe pro Ohr, Armbänder, Ringe.
Enge Jeans.
Haare immer offen und geglättet, obwohl ich eigentlich Naturkrause habe und offene Haare mich irgendwann wahnsinnig machen.

Und ich hab das wirklich jeden Tag gemacht.

Ich dachte, das macht man halt so. Jede Frau macht das so.

Ich habe es gehasst, aber akzeptiert, dass es nun mal sein muss, sich gepflegt zu zeigen. Ich wollte wenigstens optisch einfach dazugehören und so funktionieren wie alle anderen auch.

Mein Körper war die ganze Zeit im Stress

Was ich damals überhaupt nicht verstanden habe:
Mein Körper war die ganze Zeit im Stress.

Das war überhaupt nicht sichtbar. Weder für mich selber noch für andere.

Es fühlte sich eher an wie permanentes Hintergrundrauschen, das ich nie einordnen konnte. Ich kannte es nicht anders und habe es nie hinterfragt.

Make-up auf der Haut.
Schmuck, den ich ständig gespürt habe.
Armbänder, die mich bei jeder Bewegung genervt haben.
Haare im Gesicht oder im Nacken.
Enge Kleidung, die irgendwo drückt.
Parfüm.
Gerüche.

Dieses Gefühl, dass ständig etwas stört.

Ich habe mich permanent unwohl gefühlt. Ich dachte, das liegt einfach daran, dass ich introvertierter bin als meine Kollegen. Dass mich dieses ständige Beobachtetwerden und Bewerten einfach mehr stresst als andere.

Abends: raus aus der Rolle, rein ins Ausatmen

Und abends bin ich nach Hause gekommen und hab erstmal alles runtergerissen.

Schmuck weg.
Haare hoch.
Abschminken.
Jogginghose an.

Das war jedes Mal wie ausatmen.

Als würde ich endlich wieder ich selbst werden dürfen.

Und trotzdem lag ich danach oft einfach nur auf der Couch und konnte nichts mehr.

Wirklich nichts.

Nicht kochen.
Nicht reden.
Nicht aufräumen.
Nicht kreativ sein.

Hobby? Bloß nicht.

Social Battery is running low.

Ich war einfach komplett leer.

Und das Krasse ist:
Ich hatte damals noch nicht mal Kinder.

Ich dachte einfach, Erwachsene sind halt immer so erschöpft, trotz acht Stunden Schlaf.

Überreizung durch tausend kleine Dinge

Heute weiß ich, dass das bei mir ganz viel mit Überreizung zu tun hatte.

Mit tausend kleinen Dingen, die andere Menschen vielleicht gar nicht wahrnehmen, die mein Nervensystem aber die ganze Zeit verarbeitet hat.

Deshalb habe ich irgendwann angefangen, alles zu reduzieren.

Weniger Zeug auf meiner Haut.
Weniger Gerüche.
Weniger „ich muss so aussehen, sonst hassen mich alle“.

Heute trage ich meistens kaum noch Make-up. Keine starken Düfte mehr. Pflege, die sich leicht anfühlt. Sachen, die mich nicht den ganzen Tag begleiten und reizen.

Und ehrlich? Das hat extrem viel verändert.

Ich bin abends nicht mehr komplett ausgebrannt von Dingen, die eigentlich nebensächlich wirken.

Irgendwann habe ich verstanden:
Ich brauche weniger Reiz.

Und genau deshalb schaue ich heute komplett anders auf Produkte.

Mir ist wichtig:
Duftet es nicht zu stark?
Fühlt es sich leicht an?
Ist möglichst wenig unnötiges Zeug drin?
Und vor allem: fühlt sich mein Körper damit ruhig an?

Genau deshalb achte ich inzwischen extrem darauf, was ich an meine Haut lasse.

Und ja, genau dadurch bin ich irgendwann auch auf Produkte gestoßen, die sich einfach anders angefühlt haben. Ruhiger. Frischer. Weniger überladen.

Darüber schreibe ich nochmal ausführlicher, weil ich glaube, dass viele komplett unterschätzen, wie sehr Kosmetik, Düfte und Materialien dauerhaft Energie ziehen können.

Wenn du dich hier wiedererkennst und merkst, dass dein Alltag dich mehr auslaugt als er sollte, dann lies hier weiter. Ich zeige dir, welche kleinen Dinge wirklich einen Unterschied machen können.

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